Weg 201 Sinagoga – Chã das Furnas – Pau Seco – Lombo Branco

Eine Rundwanderung zum überragenden Aussichtsberg über Paúl

Gehzeit 5 h
Weg 1-4
Orientierung 3
In Paúl nennt man die fast 900 m hohe Felswand, die das Tal nach Westen abgrenzt, Rotcha Grande, den großen Fels. Der kartographische Name Bordeira de Pau ist so wenig bekannt wie der Gipfel Pau Seco trotz seiner Bilderbuchaussicht.
Man blickt so ungewöhnlich steil hinunter in die Seitentäler Paúls, auf die Sträßchen, die trapiches und in die Hinterhöfe, daß eine gute Photographie auf den ersten Blick kaum von Überfliegungsdaten zu unterscheiden ist.
Der Weg über Chã das Furnas ist steil aber harmlos und nur auf den letzten 50 Höhenmetern etwas weglos abenteuerlustig. Wir ziehen ihn deshalb als Aufstieg vor und wählen den einfacheren Weg über Lombo Branco zum Abstieg. Die Unterschiede sind gering, so daß dies keinesfalls zwingend ist.
Die Wanderung über die encosta leste (Weg 201) erlaubt, ab Lombo Branco im Anschluß durchzugehen bis Rª Grande.
Für die meisten jedoch werden die beschriebenen 1000 Höhenmeter Auf- und Abstieg als Tagespensum genügen.
Nur wenige Bäume haben einen ausgedehnten Waldbrand Ende der 90er überlebt und die Wege sind von dornigen Sträuchern und Agaven gesäumt, so daß lange reißfeste Hosen zu empfehlen sind.

Leider haben wir keine guten Bilder von diesem faszinierenden Berg

 

Detaillierte Beschreibung:
Ausgangspunkt:
Ausgangspunkt ist der beschilderte Abzweig der Fahrstraße von Sinagoga nach Chã das Furnas. Die Nebenstraße zieht am Hang oberhalb des Dorfes bergauf. Nur 100m nachdem die Rª de Sinagoga durchquert ist, kann man den zu den Schweineställen hochziehende alten Maultierweg í als Abkürzung wählen. Nach einem Aufstieg in Serpentinen vereinigt er sich wieder mit der Fahrstraße. Eine weitere Abkürzung è erleichtet den weiteren Aufstieg î zum Pass mit einem weithin sichtbaren großen Marterl. An der Schule von Chã das Furnas endet die Fahrstraße. In Verlängerung î führt der größte Fußweg abwärts durchs Dorf, durchquert ein Nebental, und steigt, vorbei an der Wasserausgabestelle chafariz wieder bergauf ì . An der nächsten Bergrippe zieht sich eine Häuserreihe hinauf zu einem weithin sichtbaren höchstgelegenen Haus. Um dorthin zu gelangen wendet man sich, kurz bevor man die Häuserreihe betritt über eine Treppe scharf bergauf î . Auf der Bergrippe steil bergauf gehend verläßt man die Häuserreihe und gelangt an eine größere Terassenmauer, der man etwas horizontal ì um auf den in felsigen Serpentinen ansteigenden è Fußweg zu gelangen.
Vom Pass auf der Bergrippe aus hat man bereits einen überzeugenden Blick auf Vila das Pombas und zurück über die encosta leste. Ab nun ist die Orientierung mehr als einfach, denn man folgt beständig í der Bergrippe. Leider jedoch endet der zum Holzsammeln und für die Landwirtschaft dienende Weg etwa 50 Hm unterhalb des Gipfels. Recht mühsam aber nicht gefährlich schlängelt man sich am besten am Rande der langwirtschaftlichen Terrassen ç zum Pass. Hier trifft man auf die Kreuzung zweier Wege in unmittelbarer Nähe des Gipfels und des geödatischen Punkts am Pau Seco [PSECO](955m).
Sollte der steinige Gipfel trotz des traumhaften Panoramas zu unbequem, zu heiß oder zu windig sein für eine längere Rast, so kann man diese in das in westlicher Richtung sichtbare Wäldchen verlegen.
Zum Abstieg geht man zurück é zum Sattel und wendet sich von dort ç abwärts, durchquert ein kleines Tal und trifft auf das beschriebene Wäldchen. Ab hier wird der Weg größer und zieht konstant auf einer Bergrippe bergab é . Sobald er auf einen Zwischensattel trifft folgt man nicht mehr der Rippe sondern steigt ab ì ins Tal, den weißen Bergrücken lombo branco vor Augen. Schließlich folgt man diesem bis zu den ersten Häusern des gleichnamigen Dorfs, hält sich etwas östlich è und gelangt so an das Ende der Fahrstraße. [LBRANC] (380 Hm).
Wer weiter über Monte Joana nach Pinhão und Vila da Rª Grande gehen möchte, muß nicht bis zum Ende der Fahrstraße absteigen und trifft schon etwa 150 Meter zuvor auf die Kreuzung zweier Fußwege und befindet sich auf dem Weg 201. [LBRA03] (410 Hm)
Da der Fahrzeugverkehr sehr spärlich ist, sollte man davon ausgehen, auf der gepflasterten Straße ins Tal absteigen zu müssen bis an die Hauptstraße. [LBRA01]
Beim Begehen in Gegenrichtung
folgt man dem Weg 201 bis zum Wegpunkt [LBRA03] (410 Hm) und wählt ab dort den am Hang des weißen Rückens Lombo Branco ê aufsteigenden Pfad.