Home Flag UK small Flag Cape Verde mini
Reise Info
 Fähren
 Unterkunft
 Gesundheit
 Sicherheit
 Kriminalität
 Neues
Reiseliteratur
 Landkarten

 Wanderführer

 Reiseführer
 Reisehandbuch
 Berichtigungen
 Postkarten
Alle ab Lager lieferbar
Kreol
GPS
Links
Kontakt
 Neues
 Forum
Fotos

praktisches Taschenformat - stabile Bindung


Pitt Reitmaier, Lucete Fortes

Reisehandbuch Cabo-Verde
Kapverdische Inseln

Der Kapverden-Reiseführer
Verlag Peter Rump - Reise Know How
Reiseknowhow

Kritiken, Empfehlungen, Besprechungen

Schellmann:

Das umfassende Reisehandbuch ist auf dem deutsch-sprachigen Markt mit Abstand das Beste.
Es besticht durch seine grosse Vielseitigkeit und Sach-kenntnis. Ob Sie sich für Surfen, Baden, Wandern, Kultur interessieren oder den Besuch verschiedener Inseln planen... hier finden Sie detailliert recherchiert und kompetent aufbereitet alles Wissenswerte, was Sie für einen einzigartigen Urlaub auf Kapverde benötigen.
Alle Inseln mit ihren unterschiedlichen Landschaften, Städten und Orten werden ausführlich beschrieben.
Dazu bekommen Sie praxisnahe Informationen zum Reisen und den Fortbewegungsmitteln auf dem Archipel.

 

Attila Bertalan:

Die Inhalte sind wie gewohnt ausführlich und kompetent geschrieben. Da der landeskundliche Teil mit über 200 Seiten sehr umfangreich ist, ist das Buch nicht nur als Reiseführer, sondern auch als Nachschlagewerk zur Landesgeographie der Kapverdischen Inseln relevant und interessant zu lesen. Mit rund 200 Seiten kommen auch die aktuellen Reiseinformationen nicht zu kurz und wenden sich vor allem an Individualreisende.
Da der Autor als Tropenarzt praktische Erfahrungen auf den Kapverden hat sind die ausfürlichen medizinischen Hinweise besonders zu beachten. Da er zudem als Hobbykartograph tätig ist, ist auch das Kartenmaterial für einen Reiseführer überdurchschnittlich gehaltreich. Das einzige Manko dieses Buches bleibt weiterhin, dass es bis auf einen 16-seitigen farbigen Teil am Ende des Buches un dem Einband durchgehend schwarz-weiß gedruckt ist. Rein optisch gibt das halb so teure DuMont Reisetaschenbuch mehr her.
Letztendlich ist das Reise-Know-How Reisehandbuch das mit Abstand beste zur Zeit erhältliche für die Kapverden und somit uneingeschränkt zu empfehlen.

Christian Fu Müller:

Er gilt als das "Standardwerk" unter den Cabo Verde Reisehandbüchern und ist mit seiner neuesten, völlig überarbeiteten Auflage der aktuellste unter den Kapverden Büchern, die sich früher noch "Reiseführer" nannten.

Dass die Autoren wissen, worüber sie schreiben, liegt auf der Hand: ..
Dr. Pitt Reitmaier ist Tropenarzt an der Uni Heidelberg und arbeitet schon in den 1980er Jahren auf Santo Antao als Distriktsarzt und später als Berater des Gesundheitsministeriums. Er ist ebenso wie Lucete Fortes, der dritten im Bunde, wanderbegeistert und Hobbykartograph, was den Caboverde Fans schon in der Vergangenheit gutes und präzises Kartenmaterial bescherte, welches vorher nicht zu haben war.
Lucete Fortes ist zudem auf Santo Antao geboren und betreibt in Mindelo (São Vicente) einen Touristen-Informations-Kiosk, ist also immer am Puls der Zeit und der Reisenden. ..

Hintergründe werden beleuchtet und diese eigenständige (wenn auch sehr durch Andere beeinflusste) Kultur endlich als das behandelt, was sie ist: Eine eigenständige Kultur mit der Tradition der Vermischung und Migration, mit eigenen Menschen, eigener Musik und eigenen Bräuchen.

Der verklärte Blick Fuchs' wurde ersetzt durch fundierten und hinterfragenden Journalismus, der zwar teilweise etwas zu wissenschaftlich formuliert, nie jedoch zu detailverliebt, pauschalisierend oder gar grob falsch ist, wie z.B. die im DuMont Verlag erschienenen Bücher zum Thema.

Alleine folgende Textstelle (für die ich den Autoren mehr als dankbar bin!) zeigt den Wandel, der sich vollzogen hat:
"Irgendein portugiesischer Demograph in Salazars Zeiten hat sich ein hilflos rassistisch vereinfachtes Schema zurechtgelegt und 70% Mischlinge, 29 % Africanos und 1% Weiße gezählt und wird mit fleißiger Einfalt bis heute abgeschrieben."
Es wurde also endlich aufgeräumt und rassistisch gefärbte Formulierungen komplett gestrichen, wie es für einen zeitgemäßen Reiseführer auch normal sein sollte.

Der Blick hinter die Kulissen und die Erklärung von Bräuchen, Musik, Traditionen und der Geschichte der Inseln, sowie Flora und Fauna, Wirtschaft, Sport und Freizeit hat viel Platz erhalten, die Beschreibungen der einzelnen Inseln sind eher knapp und sachlich, enthalten jedoch erstaunlich viele wichtige Details z.B. für Surfer oder Wanderer.
Das Kartenmaterial ist das beste, das man bekommen kann, selbst Ortschaften wie Tarrafal auf Santiago wurden erfasst und nun gibt es endlich eine genaue und richtige Karte für diesen schönen Ort "irgendwo im Nirgendwo" auf Santiago. Die Insel-Karten enthalten Höhenangaben und Vegetationsvermerke, ungebaute oder nur geplante Strassen wurden sinnvoller Weise weggelassen.
Wichtige Punkte, Ämter, Banken, Hotels und Restaurants sind in den Stadtplänen genau verzeichnet und daher auch für den Neuankömmling einfach zu finden. Bei den Restaurants und Hotels hat man sich Bewertungen verkniffen und dafür lieber etwas wortkarg formuliert, was sehr schlau ist, denn die Verhältnisse können sich quasi über Nacht ändern und sind dann schon mit Erscheinen des Buches Makulatur.
Überhaupt ist dieses Handbuch auf Zeitlosigkeit ausgelegt. Selbst die sonst üblichen ellenlangen Linklisten sind verschwunden. An passender Stelle werden Internetseiten erwähnt und die Autoren führen eine Liste von aktuellen Links auf einer eigens dafür eingerichteten Webseite, deren Adresse sich wohl nicht in den nächsten Jahren ändern wird.
Kleine Schwächen beim Schlusslektorat lassen sich locker überlesen und entschuldigen, vor allem durch das gesamte Erscheinungsbild, welches abgerundet wird durch tolle s/w Fotos und einen farbigen Bildteil, die viel vom Flair der Inseln und vor allem der Menschen vermitteln.

Der Vorgänger dieses Buches wurde oft als der "beste Reiseführer für Caboverde in deutscher Sprache" bezeichnet, die neueste Ausgabe hat diesen Ruf nun auch endlich verdient!
Er ist mit knapp 500 Seiten etwas dicker geworden als sein Vorgänger, der Preis, stolze 22,50.- Euro ist aber geblieben und sicherlich sein Geld wert.

Das beste und aktuellste Werk über die kapverdischen Inseln darf daher in keinem Reisegepäck fehlen.

Barbara Schuhrk:

Vorschusslorbeeren waren es, die Regina Fuchs einst mit der Erstausgabe dieses Reisehandbuches erntete, als es als "bester Reiseführer zu Cabo Verde / Kapverden" bezeichnet worden ist. Mit dieser neuen, überarbeiteten Ausgabe hingegen, sind diese Lorbeeren nicht nur erarbeitet, sondern auch tatsächlich verdient worden:

Ein Reisehandbuch, welches den Namen Handbuch verdient; welches brillant geschrieben, herausragend journalistisch bearbeitet worden ist, welches nicht nur dem "allgemeinen Touri" Pizzapreise offeriert, sondern vor allem auch dem Anspruch von Individualtouristen, von Interessenten am Land gerecht wird - auch dem Anspruch von Liebhabern des Landes, die bereits gut informiert sind - und Dank dieses Buches dennoch viel dazu lernen.

Den neuen Autoren ist es gelungen, den Schwerpunkt "Wandern auf St°. Antao" einzudämmen und ein facettenreiches Werk zu schaffen, welches nicht nur als Nachschlagewerk, sondern vor allem als entspannte, spannende und fesselnde Lektüre über ein Land dient, welches in der Presse wie in allen anderen Werken bislang zumeint falsch, einseitig und anspruchslos in der Schreibe dargestellt worden ist.

Die Geschichte des Landes, die Entwicklung und Problematik der Menschen, Politik, Wirtschaft und die alltäglichen Probleme werden hier genauso bedacht, wie aktuelle Informationen über Flugverbindungen, Unterkünfte und Preise.
Ein anspruchsvolles Buch, welches Auseinandersetzung schürt, fordert und unterstützt, statt Menschen einfach nur zum Reiseziel zu locken!

Gratulation den Autoren, die sich als wirkliche Kenner des Landes erweisen und neben den hervorragenden Kapiteln über Geschichte und Kultur (die als Schwerpunkt angesehen werden sollten, da letztlich wichtiger als der Preis eines Sagres in einer cabo verdeanischen Kneipe) auch eine brillante Schreibe servieren, kritische Gedanken forcieren und statt eines rosaroten Blickes auf ein vermeintliches Inselparadies das wahre Gesicht Cabo Verdes zeigen:

Schön, aber mit Falten;
sonnig, aber mit Schattenseiten;
Touristenattraktion - aber nur für jene,
die mit dem Herzen zu sehen vermögen.


Ein Entwicklungsland im Umbruch, dessen Zukunft sicher auch im Tourismus liegt, der hier jedoch nicht katalogmässig als Allheilmittel dargestellt wird.

Dank an Pitt Reitmaier und Lucete Fortes, dass es endlich Literatur über Cabo Verde gibt, die den Namen Literatur auch verdient!

 
 

      updated:  05.10.2007