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Pitt
Reitmaier, Lucete Fortes
Reisehandbuch
Cabo-Verde
Kapverdische Inseln
Der Kapverden-Reiseführer
Kritiken, Empfehlungen, Besprechungen
Schellmann:
Das umfassende Reisehandbuch
ist auf dem deutsch-sprachigen Markt mit Abstand
das Beste.
Es besticht durch seine grosse Vielseitigkeit und Sach-kenntnis. Ob Sie
sich für Surfen, Baden, Wandern, Kultur interessieren oder den Besuch
verschiedener Inseln planen... hier finden Sie detailliert
recherchiert und kompetent aufbereitet alles Wissenswerte,
was
Sie für einen einzigartigen Urlaub auf Kapverde
benötigen.
Alle Inseln mit ihren unterschiedlichen Landschaften,
Städten und
Orten werden ausführlich beschrieben.
Dazu bekommen Sie praxisnahe Informationen zum Reisen und den Fortbewegungsmitteln
auf dem Archipel.
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Die Inhalte sind wie
gewohnt ausführlich
und kompetent geschrieben. Da der landeskundliche
Teil mit über 200 Seiten sehr umfangreich
ist, ist das Buch nicht nur als Reiseführer,
sondern auch als Nachschlagewerk zur Landesgeographie
der Kapverdischen Inseln relevant und interessant
zu lesen. Mit rund 200 Seiten kommen auch die
aktuellen Reiseinformationen nicht zu kurz
und wenden sich vor allem an Individualreisende.
Da der Autor als
Tropenarzt praktische Erfahrungen auf den Kapverden
hat sind die ausfürlichen medizinischen
Hinweise besonders zu beachten. Da er zudem als Hobbykartograph
tätig ist, ist auch das Kartenmaterial für
einen Reiseführer überdurchschnittlich gehaltreich.
Das einzige Manko dieses Buches bleibt weiterhin, dass
es bis auf einen 16-seitigen farbigen Teil am Ende
des Buches un dem Einband durchgehend schwarz-weiß gedruckt
ist. Rein optisch gibt das halb so teure DuMont Reisetaschenbuch
mehr her.
Letztendlich
ist das Reise-Know-How Reisehandbuch das mit Abstand
beste zur Zeit erhältliche für
die Kapverden und somit uneingeschränkt zu empfehlen.
Er gilt als das "Standardwerk" unter
den Cabo Verde Reisehandbüchern und ist mit seiner
neuesten, völlig überarbeiteten Auflage der aktuellste
unter den Kapverden Büchern, die sich früher noch "Reiseführer" nannten.
Dass die Autoren wissen, worüber sie schreiben, liegt
auf der Hand: ..
Dr. Pitt Reitmaier
ist Tropenarzt an der Uni Heidelberg und arbeitet
schon
in den 1980er Jahren
auf Santo Antao als Distriktsarzt und später als Berater
des Gesundheitsministeriums. Er ist ebenso wie Lucete
Fortes, der dritten im Bunde, wanderbegeistert und
Hobbykartograph, was den Caboverde Fans schon in der
Vergangenheit gutes und präzises Kartenmaterial bescherte,
welches vorher nicht zu haben war.
Lucete Fortes ist
zudem auf Santo Antao geboren und betreibt in Mindelo
(São
Vicente) einen Touristen-Informations-Kiosk, ist
also immer am Puls der Zeit und der Reisenden. ..
Hintergründe werden beleuchtet und diese eigenständige (wenn
auch sehr durch Andere beeinflusste) Kultur endlich als das behandelt,
was sie ist: Eine eigenständige Kultur mit der Tradition der Vermischung
und Migration, mit eigenen Menschen, eigener Musik und eigenen Bräuchen.
Der verklärte Blick Fuchs' wurde ersetzt durch fundierten und hinterfragenden
Journalismus, der zwar teilweise etwas zu wissenschaftlich formuliert,
nie jedoch zu detailverliebt, pauschalisierend oder gar grob falsch ist, wie
z.B. die im DuMont Verlag erschienenen Bücher zum Thema.
Alleine folgende Textstelle (für die ich den Autoren mehr als dankbar
bin!) zeigt den Wandel, der sich vollzogen hat:
"Irgendein portugiesischer Demograph in Salazars Zeiten hat sich
ein hilflos rassistisch vereinfachtes Schema zurechtgelegt und 70% Mischlinge,
29 % Africanos und 1% Weiße gezählt und wird mit fleißiger Einfalt bis heute
abgeschrieben."
Es wurde also endlich aufgeräumt und rassistisch gefärbte Formulierungen komplett
gestrichen, wie es für einen zeitgemäßen Reiseführer auch normal sein sollte.
Der Blick hinter die Kulissen und die Erklärung von Bräuchen, Musik,
Traditionen und
der Geschichte der Inseln, sowie Flora und Fauna, Wirtschaft, Sport
und Freizeit hat viel Platz erhalten, die Beschreibungen der einzelnen
Inseln sind eher knapp und sachlich, enthalten jedoch erstaunlich viele wichtige
Details z.B. für Surfer oder Wanderer.
Das Kartenmaterial
ist das beste, das man bekommen kann, selbst Ortschaften
wie Tarrafal
auf Santiago
wurden erfasst und nun gibt es endlich eine genaue
und richtige Karte für diesen schönen Ort "irgendwo
im Nirgendwo" auf Santiago. Die Insel-Karten
enthalten Höhenangaben und Vegetationsvermerke,
ungebaute oder nur geplante Strassen wurden sinnvoller
Weise
weggelassen.
Wichtige Punkte, Ämter, Banken,
Hotels und Restaurants sind
in den Stadtplänen genau verzeichnet und daher
auch für den Neuankömmling einfach zu finden. Bei den
Restaurants und Hotels hat man sich Bewertungen verkniffen
und dafür lieber etwas wortkarg formuliert, was sehr
schlau ist, denn die Verhältnisse können sich quasi über
Nacht ändern und sind dann schon mit Erscheinen des
Buches Makulatur.
Überhaupt ist dieses Handbuch auf Zeitlosigkeit ausgelegt.
Selbst die sonst üblichen ellenlangen Linklisten sind
verschwunden. An passender Stelle werden Internetseiten
erwähnt und die Autoren führen eine Liste von aktuellen
Links auf einer eigens
dafür eingerichteten Webseite, deren
Adresse sich wohl nicht in den nächsten Jahren ändern
wird.
Kleine Schwächen beim Schlusslektorat lassen sich locker überlesen
und entschuldigen, vor allem durch das gesamte Erscheinungsbild,
welches abgerundet wird durch
tolle s/w Fotos und einen farbigen Bildteil, die viel vom Flair der Inseln
und vor allem der Menschen vermitteln.
Der Vorgänger dieses Buches wurde oft als der "beste Reiseführer
für Caboverde in deutscher Sprache" bezeichnet, die neueste Ausgabe
hat diesen Ruf nun auch endlich verdient!
Er ist mit knapp
500 Seiten etwas dicker geworden als sein Vorgänger,
der Preis, stolze 22,50.- Euro ist aber geblieben
und sicherlich
sein Geld
wert.
Das beste und aktuellste Werk über die kapverdischen Inseln darf daher in keinem
Reisegepäck fehlen.
Vorschusslorbeeren
waren es, die Regina Fuchs einst mit der Erstausgabe
dieses
Reisehandbuches erntete,
als es als "bester Reiseführer zu Cabo Verde /
Kapverden" bezeichnet worden ist. Mit dieser neuen, überarbeiteten
Ausgabe hingegen, sind diese Lorbeeren nicht nur erarbeitet,
sondern auch tatsächlich verdient worden:
Ein Reisehandbuch, welches den Namen Handbuch
verdient; welches brillant geschrieben, herausragend
journalistisch bearbeitet
worden
ist, welches nicht nur dem "allgemeinen Touri" Pizzapreise
offeriert, sondern vor allem auch dem Anspruch von Individualtouristen,
von Interessenten am Land gerecht wird - auch dem Anspruch von Liebhabern
des Landes, die bereits gut informiert sind - und Dank dieses Buches
dennoch viel dazu lernen.
Den neuen Autoren ist es gelungen, den Schwerpunkt "Wandern auf St°. Antao" einzudämmen
und ein facettenreiches Werk zu schaffen, welches nicht nur als Nachschlagewerk,
sondern vor allem als entspannte, spannende und fesselnde Lektüre über ein
Land dient, welches in der Presse wie in allen anderen Werken bislang zumeint
falsch, einseitig und anspruchslos in der Schreibe dargestellt worden ist.
Die Geschichte des Landes, die Entwicklung und Problematik der
Menschen, Politik, Wirtschaft und die alltäglichen Probleme werden
hier genauso bedacht, wie aktuelle Informationen über Flugverbindungen, Unterkünfte
und Preise.
Ein anspruchsvolles Buch, welches Auseinandersetzung schürt, fordert und unterstützt,
statt Menschen einfach nur zum Reiseziel zu locken!
Gratulation den Autoren, die sich als wirkliche Kenner des Landes erweisen
und neben den hervorragenden Kapiteln über Geschichte und Kultur (die
als Schwerpunkt angesehen werden sollten, da letztlich wichtiger als der Preis
eines Sagres in einer cabo verdeanischen Kneipe) auch eine brillante Schreibe
servieren, kritische Gedanken forcieren und statt eines rosaroten Blickes auf
ein vermeintliches Inselparadies das wahre Gesicht Cabo Verdes zeigen:
Schön,
aber mit Falten;
sonnig, aber mit Schattenseiten;
Touristenattraktion - aber nur für jene,
die mit dem Herzen zu sehen vermögen.
Ein Entwicklungsland im Umbruch, dessen Zukunft
sicher auch im Tourismus liegt, der hier jedoch
nicht katalogmässig als Allheilmittel dargestellt
wird.
Dank an Pitt Reitmaier und Lucete Fortes, dass es endlich
Literatur über
Cabo Verde gibt, die den Namen Literatur auch verdient!
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